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Das Konzept

 

 

Dreizehn Jahre lang haben die »Essbaren Landschaften« sich mit Erfolg um die gärtnerische Nutzung von Wildgemüsen, Wildobst und Wildkräutern gekümmert und damit der Spitzengastronomie neue und inspirierende Geschmacksfacetten erschlossen. Aber genau in diesen 13 Jahren hat sich ein Geschmacksdesaster vorbereitet, das jetzt sehr schnell sicht- und schmeckbar wird: Im Gemüsebau haben sich während dieses Jahrzehnts sowohl die eingesetzten Sorten als auch die Anbaumethoden dramatisch geändert. Die Sorten sind von den wenigen globalen Saatgutkonzernen in die Hand genommen und zu logistisch optimierten Hochleistungs-F1-Hybriden umgebaut worden. Ernte- und Verpackungsmaschinengerechtigkeit? Zentral! Geschmack? Nebensache. F1-Hybridsorten sind im Jahr 2013 nicht mehr die Ausnahme, sondern bis auf Erbsen und Bohnen die Regel geworden – auch übrigens im Bio-Landbau. Und im Anbau dieser »ortlosen« Globalgemüse hat sich eine im Wortsinne »bodenlose« Substratkultur durchgesetzt, in der die Pflanzen in nährstoffbetropften Steinwollmatten nicht wachsen, sondern hochgezogen werden. (Mehr zu Logik und Folgen dieser Entwicklung lesen Sie unter www.essbare-landschaften.de/tellerrand.)

Das Bedürfnis nach »Regionalisierung« – mittlerweile selbst von den großen Handelsketten aufgenommen – ist sicherlich eine Reaktion des gesunden Menschenverstandes auf ein globales Lebensmittelkarussell, das sich zum Irrsinn ausgewachsen hat, und in dem selbst die Bio-Szene große Teile ihres Angebots aus China importiert. Aber was nützt eine »Regionalisierung«, bei der Ihnen vom Bauern und Gärtner um die Ecke eine absolut gleichförmig gewordene Globalgurke entgegenkommt oder die neueste Zuchtlinie eines der globalen Frankenstein-Geflügel? Die landwirtschaftlichen Betriebe werden immer mehr zu einem reinen Kreuzungspunkt globaler Lieferwege, auf denen Hybridsaatgut, Hybridtiere, Dünger, Agrarchemie und Futtermittel heranrauschen. Insofern soll unsere Initiative, wieder »Landschaft eßbar« zu machen, auch Mut stiften für Erzeuger, die von dem durchdrehenden Hamsterrad ständiger Mengenexpansion abspringen und wieder mit lokalen Ressourcen arbeiten wollen. Wir freuen uns über jeden Kontakt. Unser erstes Motiv bleibt aber: den Geschmack wieder zur Geltung zu bringen durch den Rückgriff auf alte, samenfeste Landsorten, auf seltene Gemüse (an denen sich die Hybridzüchter noch gar nicht versucht haben), auf Wildgemüse und auf eine Tierhaltung mit alten Mehrnutzenrassen. Angebaut, produziert und veredelt wird auf unseren eigenen Flächen des holsteinischen Gutes Manhagen und den Essbare- Landschaften-Gärten in Mecklenburg und im Wendland; außerdem kooperieren wir mit befreundeten Gärtnern und Landwirten in Deutschland und Österreich.

Wir wünschen Ihnen einen schönen Sommer (und hoffen ihn mit einigen unserer Produkte kulinarisch bereichern zu können).

 

Beste Grüße

Ralf Hiener, Thomas Hoof, Olaf Schnelle

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