Im April gibt es ein landschaftliches Feuerwerk. Intensiv gelb leuchten die Wiesen für kurze Zeitauf. Nach diesem Höhepunkt bis zum Herbst hin gelb gesprenkelt von den Blüten des Löwenzahns. Aus ihnen entstehen Pusteblumen, ein Spielzeug, das kleine und große Kinder immer wieder erfreut.
Löwenzahn ist in anderen Ländern eine Kulturpflanze und wird dort als Gemüse gehandelt. Hierzulande findet man den Löwenzahn noch recht selten im Angebot. Man greift also nach wie vor auf die Wildpflanze zurück und nimmt die jungen Blätter in Salate. Sie sind allerdings bitterer als die des Kulturlöwenzahns.
Küche: Die Löwenzahnblüten ergeben, in der prallen Sonne geerntet und mit viel Zucker aufgekocht, ein goldgelbes Gelee. Wir halten es für entbehrlich, da ein eigenes, feines Aroma nur schwer erspürbar ist. Kurz vor der Blüte hat der Löwenzahn fest geschlossene Knospen. Diese ernten wir gerne, denn aus ihnen lassen sich falsche Kapern herstellen, die den echten in nichts nachstehen. Sie werden gesalzen und ein paar Stunden stehen gelassen. Danach bringt man guten Wein- oder Kräuteressig zum Kochen und lässt darin die Knospen kurz aufwallen. Der Essig wird abgesiebt, nochmals aufgekocht und wieder über die Knospen gegeben. Danach füllt man alles in Schraubgläser und lässt es vier Wochen ziehen.
Erntesaison:
Knospen: April
Kraut: März bis Oktober