Die Schafgarbe ist ein altbekanntes Heilkraut. Aphrodite half dem griechischen Helden Achilles, der im Kampf um Troja an der Ferse verwundet wurde, indem sie ihm die Schafgarbe zeigte. Diese wirkte ganz prima, und Achilles nutzte das Wissen gleich, um damit auch die Wunde des Königs Telephos zu behandeln, der mit ihm im Kampf um Troja stand.
Auch Schafe wurden eingeweiht. Im Krankheitsfalle fressen sie vermehrt dieses gerbstoffreiche Kraut. Und tatsächlich sind die Heilwirkungen bei Tier und Mensch signifikant.
- Wirklich praktisch scheinen uns aber vor allem zwei Dinge:
- Ledige Mädchen können ihren Liebsten schon im Traum erkennen, wenn sie sich das filigrane Blatt (es erinnert an die Augenbraue der Venus) vor dem Einschlafen auf die Augen legen.
- Die jungen Blätter lassen sich essen. Ihren intensiven Geschmack mildern wir dadurch, daß wir sie nicht pur verwenden. So ist die Schafgarbe ein klassischer Bestandteil der Gründonnerstagsuppe. Weil sie zusätzlich noch attraktiv ist (Augenbraue der Venus), ist sie auch wunderbar für Dekorationen geeignet.
In Jugendjahren war es immer etwas Besonderes, wenn es abends beim Nachbarn, einem Landwirt, im späten Frühjahr Omelette mit Schafgarbe und Pfifferlingen gab. Drei-Sterne-Koch Marc Veyrat kombiniert gern Muschelgerichte mit Schafgarbe.
Erntesaison: Mitte April bis September
Olaf Schnelle
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