Eigentlich ist der Bärlauch das Wildkraut, welches in der Küche am besten eingeführt ist. Geschmacklich war es schon immer gut und wenig verbesserungswürdig. Der Gärtner dagegen hatte seine liebe Not den Bärlauch in Kultur zu nehmen. Sein Saatgut keimt nämlich nur äußerst wiederwillig.
Zum Glück gibt es ihn da, wo er sich von alleine Wohl fühlt in großen Massen. Dem Bärlauch geht es da am besten, wo er feuchte Stellen findet, die genug Kalk im Boden vorweisen können.Leider steht der Bärlauch nur eine begrenzte Zeit im Jahr zur Verfügung. Schon im Februar streckt er seine Fühler aus, diese entwickeln sich zu Blättern, die etwas an die von der Tulpe erinnern.
Im Mai fängt er an zu blühen und das ist dann auch schon der Zeitpunkt, sich wieder von ihm zu verabschieden. Denn nach Frühjahrsblühermanier zieht er sich nach der Blüte wieder komplett zurück ins Erdreich und hinterläßt beim Vergehen einen großartigen Gestank.Werden die Bärlauchblätter gegessen, so haben sie ähnlich gute Wirkungen wie der Knoblauch, nur daß sie viel milder sind. Sie helfen also der Verdauung, beugen Ateriosklerose vor, senken sowohl den Blutdruck als auch den Cholesterinspiegel und fördern die Gemeinschaft. Man sollte den Bärlauch nur in geselliger Runde genießen, weil es nur ein Gerücht ist, daß er keine Gerüche hinterläßt.

Olaf Schnelle
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