Den Baldrian umwehte schon immer ein Hauch Mystik. Er half, böse Geister zu vertreiben und man verwendete ihn gegen die Pest. Ob er wirklich dagegen half, oder ob man die Katastrophen wegen seiner nachweisbar beruhigende Wirkung nur verschlief, sei dahin gestellt.
Wir haben festgestellt, daß der Baldrian im Frühjahr und im Herbst ganz zarte Blätter austreibt. Sie sind wunderbar knackig und schmecken nach konzentriertem Kopfsalat-Aroma.
Zu kultivieren ist der Baldrian nicht schwer. Er mag es gerne nährstoffreich und feucht. Sonne und Halbschatten sind optimal für ihn. Auf seinen 2 Meter hohen Blütenstängeln erscheinen doldenartig rosa Blüten. Fast wäre er damit ein Kanditat für das Blumenbeet. Wäre da nicht der Gestank den die Blüte ausströmt. Aus nächster nähe ist ihr Geruch nur schwer zu ertragen. Es gilt also: wenn in der Staudenrabatte, dann weit weg von Sitzplätzen oder Fenstern.
Olaf Schnelle
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