
Westerwenglish captured se world
Wie man zahlreichen Internetforen entnehmen kann, erobert die spezielle Form des Umgangs unseres Außenministers mit der englischen Sprache, dem so genannten Westerwenglisch, den blauen Planeten in der Art einer Pandemie. Es zeichnet sich ab, dass Westerwenglish Spanisch, Chinesisch und Englisch alsbald zu unbedeutenden Dialekten verbiesterter Nationalisten und folkloristischen Extremisten verkümmern lässt. Für uns Teutonen und unsere Immigranten ist das eine gute Nachricht. Lautet die Maxime der westerwenglischen Grammatik doch schlecht-möglichstes Deutsch. Verwechselung von „als" und „wie" gehören also bald der Vergangenheit an, was die Menschen im Rheinland besonders freuen wird. Auch mit der Rechtschreibung müssen wir es dann nicht mehr so genau nehmen. Anstatt the kann man ruhig se oder in Bayern auch sä schreiben. Anstatt des feinpinkligen is´nt it geht auch hä!
Unsere Botschaft an diese nörgeligen Pisa-Heinis: go where the pepper grows!
Mein Projekt lautet, den ersten Übersetzungs-Guide für Restaurantbesucher in High-Westerwenglisch herauszubringen! Nie wieder soll es einem Vorpommern passieren, Lobster serviert zu bekommen wenn er Bockwurst will!
Falls ich mit den beiden, leider etwas knauserigen Besitzern dieser web Seite ausnahmsweise einmal zu einer für mich akzeptablen Honorarvereinbarung komme, werde ich dieses epochale Werk gerne an dieser Stelle veröffentlichen. Ansonsten haben Sie eben Pech gehabt und können wie bisher radebrechend und mit Händen und Füßen ausländischen Kellnern als Quell der Heiterkeit dienen.
Sie haben allerdings als Leser dieser Kolumne das Privileg, besonders knifflige Übersetzungswünsche an die E-Mail Adresse wunsch@warmwave-westerwenglish abzusetzen. Ich werde dann sehen, was sich machen lässt!
Sollte man mir seitens der Besitzer nicht mehr als die kostenlose Lieferung glattblättriger Petersilie für die Saison 2010 anbieten, werde ich den Guide in dem Portal www.warmewave-westerwenglish.com der Öffentlichkeit zugänglich machen. Es laufen schon erste Verhandlungen mit verschiedenen Handy-Herstellern, die für die Geräte des Premium-Segments ein App planen, welches das Abspielen von Bestellungen in High-Westerwenglisch in jedem Restaurant des Planeten ermöglicht.
Bis zur Fertigstellung dieses Werkes bin ich zeitlich natürlich sehr stark in Anspruch genommen. Leider fehlt mir die Zeit zur mir sonst selbstverständlichen, gründlichen Recherche für meine eigenen Reportagen. Aus diesem Grund muss ich etwas kürzer treten und unter dem Titel:
Bericht aus Greifswald Nachrichten aus einer Pommerschen Metropole vom Rand des Nabels der Welt
werde ich bis dahin wichtige Ereignisse aus der Region, die auch überregionales Interesse finden sollten, mit erläuternden Anmerkungen versehen, an dieser Stelle publizieren.
Zunächst bleibt es, mit Verlaub, jedoch zunächst einmal nur bei einer Anmerkung.
Der, das es zurzeit keine regionalen Ereignisse, von überregionalem Interesse gibt.
That does me very sorry.
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