Nachdem Kübelböck als Sänger gescheitert ist, geht nun das Gerücht um, daß er Stefan Marquarts Posten als Küchenchef in Münchens schickstem "Friss und kuck mich" Etablissement übernehmen soll. Damit nun nicht irgendwelche Konsunantenstipper auf die Idee kommen, Kübelböcks Namen in Anspielung auf seine neue Tätigkeit übel zu verballhornen, tritt er zukünftig unter dem Künstlernamen, DC-(sprich dißie) Köttzi auf. Die smarte Pressesprecherin Kübelböcks, eine gewisse Jolande M., führte anläßlich des ersten Medienauftritts in der Halle 3 der neuen Münchener Messe aus, das DC für "Dadaistic Cooker" steht und Synonym für Kübelböcks neue Küchenrichtung, der spastischen Experimentalküche, kurz SE (sprich: äßai) steht. Es sei aber nicht geplant, solche Klassiker wie "Gummibärchen Gulasch" und " Marinierte Lotte aus dem Espumashaker mit Schokoladenbrösel" von der Karte zu nehmen. Der provokative Einwurf eines Vertreters der Apotheker Zeitung, " Kübelböck sänge nicht nur wie Kermit der Frosch, sondern würde vermutlich auch noch kochen wie Smörebröd Skagerag, außerdem würden seine ungeklärten libidinösen Neigungen die Azubis gefährden", führte zu tumultartigen Szenen in der völlig überfüllten Halle. Die stets souverän agierende Pressesprecherin, die den verlegen wirkenden Jungkochstar mehrmals vom Nasenbohren abhalten mußte, entgegnete, "die Frage ob Kübelböck alias DC-Köttzi kochen könne, wäre irrelevant! Ob er, der Vertreter der Apothekerzeitung denn schon einmal gehört hätte, daß solche Pappnasen wie Witzigmann oder Wohlfahrt eine Messehalle mit mehreren hundert Pressevertretern zusammenbekommen hätte!? Außerdem hätte man seinerzeit auch dem Muppet Lurch schließlich nachgesehen, daß er es mit einem Schwein ( vermutlich meinte Jolande M. Miss Piggy), getrieben hätte." Außerdem wären für die nächsten 6 Monate alle Plätze im Lokal, bis hin zum Clodeckel, Mittags und Abends reserviert und die Sylvesterfeier bis 2034 ausgebucht. DC-Köttzi, alias Kübelböck führte dann ein paar von Mooshammer maßgeschneiderte Piratentücher in pink, lavendel und dezentem Vanilleton für ältere Menschen ab 25 vor. Auf die Frage, warum er die Piratentücher denn falsch herum aufsetze, sagte die Pressesprecherin Jolande. M., was falsch herum sei, bestimme von jetzt an Kübelböck. Außerdem machte Sie darauf aufmerksam, daß Mooshammers Hündchen, Kübelböck, alias DC Köttzi, zu einer ersten neuen Dessert Kreation, "Fellwanze in der karamellisierten Himalayasalzkruste" inspiriert hätte.
Kübelböck erklärte dem verblüfften Auditorium, daß er sich unter seiner spastischen Experimentalküche ein hippes 4 Sterne!?? Bistro mit Selbstbedienung, in dem aber auch jede Frida was fände, vorstellt. Er denke für solcherlei Kientel da an "geeistes Jägerschnitzel", daß man ja z.B. preiswert bei "clofrost" beziehen könnte und nach dem Gang durch den PacoJet ohnehin nur noch von Experten wieder zu erkennen sei. Wichtiger wären ihm aber, wie er sich ausdrückte, echt geile Innovationen wie: "gelierte Winde aus dem Mastdarm wichtiger Gastrokritiker", die er als "Kübelböcks Fitschepup" auf die Karte bringen will. Kübelböcks Pressesprecherin kündigte noch an, daß sie mit mehreren TV Kanälen über eine 460 teilige Staffel verhandelt, bei der lediglich der Gewinner, nämlich DC Köttzi feststeht. Neueste demoskopische Erhebungen wären zu dem Ergebnis gekommen, daß die Menschen im Land in solch unsicheren Zeiten keine Überraschungen wollen. Dafür wäre aber angedacht zahlreiche Promis, wie z.B. Alfred Biolek für das Wett-Ausbrüten von Hühnereiern, Dieter Bohlen für das vorlesen aus seinem neuen Buch, "Ich sautierte mit Verona" und ähnlichen (Zitat) Killefitt zu gewinnen. Als moralische Instanz stelle man sich über allem Inge Meisel auf einer Friteusenfettwolke vor, die dann darüber befindet, wie weit die Verlierer der jeweiligen Veranstaltungen durchgebraten werden. Die Frage eines Fachjournalisten, was dies den alles mit kochen zu tun hätte, ging in den Pfiffen der Vertreter der zahlreich vertretenen Boulevardpresse und dem Gekreische von etwa 200, zwischenzeitlich eingedrungenen hysterischen Teenies unter, die entweder gar nicht, oder mit T-Shirts bekleidet waren, auf denen "Daniel brat mich fix" zu lesen war.
Nachdem wieder Ruhe, oder was man in diesen Kreisen darunter versteht, eingekehrt war, gab es noch kleine Häppchen aus Kübelböcks Experimentalküche, die bei den anwesenden Pressevertretern zu unterschiedlichen Reaktionen von ungesundem Aufstoßen, aufgeschäumter Diarrhö bis hin zum plötzlichen Herztod führten. Der anwesende Gastronom Finkenbeiner meinte, nachdem man ihn nach einem Schwächeanfall auf einer Bahre aus der Halle trug, der Fall müsse unbedingt auf der nächsten Mittelthaler Tafelrunde erörtert werden.
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