![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
| · Über uns · Shop · Formelles · Garten · Küche · Galerien · Kolumnen · Jubel 2010 | · Kontakt · Sitemap · Impressum · Home |
|
EIGENTLICH WAR OLAF SCHNELLE nach Vorpommern gekommen, um Klärwerke zu bauen - Pflanzenklärwerke, in denen Schilf und Binsen das Abwasser filtern. Das Geschäft lief nicht gut. Da begann der Gartenbauingenieur mit Faible für die verkannten Potenziale von Grünzeug, Wildkräuter zu sammeln. „Aus purer Not", aber mit einem ebenso einfachen wie guten Plan: Er bot sie Edelrestaurants auf der Ostseehalbinsel Darß an; Pflanzen wie Brunnenkresse und Sauerklee, heimisch und doch exotisch. Schon in den ersten 24 Stunden meldeten sich mehrere Wirte - am schnellsten war Ralf Hiener, damals Inhaber eines kleinen Restaurants. Heute sind die beiden Geschäftspartner. Der Name ihres Unternehmens ist Programm: „ Essbare Landschaften". In ihrer Gärtnerei auf einem alten Gutshof, eine Stunde südlich von Stralsund, kultivieren sie Franzosenkraut, Geißfuß und Vogelmiere - vermeintliche Unkräuter, die jeden Hobbygärtner zur Verzweiflung treiben. Olaf Schnelle und Ralf Hiener hingegen freuen sich, wenn es nur so sprießt. Inzwischen bauen sie mehr als 8o verschiedene Kräuter, Gemüse und Salate an. Die wöchentliche Sortimentsliste umfasst zwei kleinbedruckte Seiten mit Wohlklingendem und Altbekanntem: Chinesischer Senf und Brennnessel werden angeboten, Bunter Mangold, Speisechrysanthemen, Magentamelde und Spitzwegerich. Pflückfrisch und küchenfertig verschickt, bereichern die Spezialitäten vom Gut Boltenhagen die Speisekarten von gut 500 Restaurants in ganz Deutschland. Die Kräutergärtner kultivieren Pflanzen, die schon Goethe faszinierten und zu seinen Zeiten fester Bestandteil der Küchenkultur waren. „Die Essgewohnheiten änderten sich erst im 19. Jahrhundert, als sich die Menschen Gemüse leisten konnten", erklärt Schnelle: „Kräuter, die zuvor auf jedem Teller zu finden waren, galten plötzlich als Arme-Leute-Essen." Und bis heute hält sich das Vorurteil, was außer der Saat auf dem Acker gedeihe, sei Un-Kraut. Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht - und versucht, es zu vernichten. 2002 wurden auf deutschen Äckern mehr als 30.000 Tonnen hochgiftige Pestizide verspritzt. Auch auf den Feldern rund um Gut Boltenhagen wird intensiv Raps und Getreide angebaut; dort wächst nichts anderes: kein Gras, kein Geißfuß, keine Vogelmiere. In der Gärtnerei dagegen, die nach Bioland- Richtlinien arbeitet, ist Vielfalt erwünscht und haben auch Tiere ihren Platz: Die Blütenpracht der Kapuzinerkresse zieht Pfauenaugen und Schwalbenschwänze an, Laubfrösche und Erdkröten hüpfen durch Gras und Kräuter. Aus urheberrechtlichen Gründen können und wollen wir den schönen Artikel nicht vollständig veröffentlichen. Das GreenPeace-Magazin will und soll ja auch gekauft werden. Da es aber auch notorische GreenPeace-Magazin-Nichtkäufer geben soll, wird es hier bei Gelegenheit auch eine selbstverfasste "Story" geben... Olaf Schnelle im November 2004
|
| Essbare Landschaften GmbH · Gutshaus Boltenhagen · 18516 Süderholz fon 038326/ 53 57 80 · fax 038326/ 53 57 81 · mail info@essbare-landschaften.de |
© 2006 it4m |