Angler Rind

Das aus der berühmten Viehzuchtregion Angeln in Schleswig-Holstein stammende und auch nach ihr benannte Angler Rind findet seine erste schriftliche Erwähnung bereits im 16. Jahrhundert. Mit der organisierten Zucht begann man rund 300 Jahre später mit der Gründung des Allgemeinen Angler Viehzuchtvereins und der Einrichtung eines Herdbuchs 1879. Das Fleisch des Angler Rindes hat einen geringen Bindegewebs-, aber hohen intramuskulären Fettanteil, ist sehr zart und kurzfaserig. Dabei lag der Leistungsschwerpunkt dieser auch „Deutsche Butterkuh“ genannten Rasse in der Milchproduktion: Rund 6.500 Liter Milch mit einem Fettgehalt von über fünf Prozent liefert ein Angler Rind im Durchschnitt pro Jahr. Die Milch besitzt 3,6 Prozent des zur Käseherstellung wichtigen Proteins Kappa-Kasein-B. Zudem wurde das Angler Rind aufgrund von Eigenschaften wie Langlebigkeit, geringer Kälberverluste und einer bis zu 15 % höheren Futterverwertung überregional geschätzt und in die Lokalrassen der umliegenden Länder eingekreuzt.