Hereford-Rind

Milchkälber aus Mutterkuhhaltung.

Das englischstämmige Hereford-Rind wurde zum Inbegriff von „US-Beef“, weil es im 19.Jahrhundert in der Viehwirtschaft texanischer Ranches und damit auch bei den berühmten „cattle trails“ von Texas nach Kansas die Hauptrolle spielte (auch filmisch, z.B. neben John Wayne in Howard Hawks Red River von 1948). Das hohe Renommee des US-Beef sinkt aber steil, weil das ehemals extensive „Ranching“ in den nordamerikanischen Great Plains sich zu einer hochintensiven 200-Tage-Mast mit Mais und Soja in sogenannten „feedlots“ verändert hat: Massentierhaltung und Intensivmast, nur unter freiem Himmel. Das nehmen insbesondere Herefords übel, indem sie stark verfetten. Sie sind anerkanntermaßen die besten Futterverwerter unter den Fleischrindern und verwandeln auch dürftiges Gras und Heu in großartiges Fleisch. Das kommt bei unseren Tieren besonders zum Tragen: Sie stehen (und laufen) ganzjährig auf den Weiden über der Flensburger Förde, winters im Offenstall. Ideale Bedingungen also für die Tiere und deren Fleisch.