Käse aus der Schweiz

Echter Schweizer Almkäse.
Le Gruyère, Emmentaler, L’Etivaz und Sbrinz

Unter Liebhabern der großen Schweizer Käse hält sich hartnäckig das Gerücht, die Schweizer behielten die besten Käse für sich und würden sie niemals ins Ausland verkaufen. Aber das Ausland (in Gestalt seiner Lebensmittelhändler) könnte mit ihnen auch gar nichts anfangen, denn sie erfüllen wie alle charaktervollen Lebensmittel die Grundanforderungen des Handels nicht, nämlich „immer verfügbar“ und „allzeit gleichschmeckend“ zu sein.
Das trifft nur auf die Produkte der großen Talmeiereien zu, die zehntausende Tonnen „Emmentaler“, „Greyerzer“, „L’Etivaz“ etc. jährlich produzieren, den weitaus größten Teil davon für den Export. Auch das ist, völlig unbestritten, ein achtbarer Käse, aus Rohmilch von Kühen gemacht, die ohne Silage, also nur mit Gras und Heu gefüttert wurden, der mehrere Monate gereift ist und den nicht selten ein AOP-Siegel schmückt.
Er ist aber nicht zu vergleichen mit den nachfolgenden echten Almkäsen, die wir aus den jeweiligen Zentren ihrer historischen Ursprungsregionen, dem Emmental, dem Greyerzbezirk, den Waadtländer Voralpen und der Zentralschweiz herbeigeschafft haben. Neben den vielen molkereitechnischen Unterschieden (Alpmeierei versus Großmeierei) liegt die wesentliche Differenz darin, dass es wirklich örtliche (also Emmentaler-, Greyerzer- etc.) Käsekulturen sind, die die Milch zum Bruche reifen lassen.
Diese sogenannten Fettsirten-Kulturen bilden sich auf der Grundlage der Molke, aber unter dem Einfluss nicht nur des örtlichen Kleinklimas, sondern auch des Grasaufwuchses der Alpweiden und der in der Meierei verbauten Holzarten. Einmal etabliert prägen sie in einer stabilen Kreislaufkultur jeden neuen Käselaib mit dem regionaltypischen Geschmack. Die großen Produzenten hingegen verwenden – zum Wohle des Gleichgeschmacks – industriell vorgefertigte Starterkulturen, die einem „Großen Käse“ vorenthalten, was ihn eigentlich erst ausmacht: Terroir oder die Landschaft als Gaumenfreude.
Die Originale
aus der Schweiz
Voraussichtlich ab Mitte/Ende April bestellbar.
Le Gruyère Alpage AOP
Fettgehalt i. Tr.: ca. 45 %
Reifezeit: mind. 12 Monate
Geschmack: blumig-würzig mit leichten Salznoten
Textur: fest, leicht bröckelig
Sbrinz Alpage AOP
(Slow Food Presidio*)
Fettgehalt i. Tr.: ca. 48 %
Reifezeit: 36 Monate
Geschmack: blumig-aromatisch nach Kamille
Textur: cremig-buttrig mit vielen Salzkristallen
L’Etivaz Alpage AOP
Fettgehalt i. Tr.: ca. 53 %
Reifezeit: mind. 12 Monate
Geschmack: leichter Karamell- und Alpenblumengeschmack mit Noten von würziger Brühe und Lauch
Textur: fest, leicht bröckelig mit feinen Salzkristallen
Alm-Emmentaler Gotthelf AOP
(Slow Food Presidio*)
Fettgehalt i. Tr.: ca. 45 %
Reifezeit: mind. 14 Monate
Geschmack: leicht süßlich, nach gerösteten Cashew-Nüssen
Textur: fein-mürbe mit Salzkristallen
Aus traditionellen Almkäsereien. Eigene Säuerungskulturen.
Professionell konfektioniert.

Le Gruyère Alpage AOP
(Alp Montasson, mind. 12 Monate gereift)
Neu in unserem Angebot der großen Schweizer Käse ist der Gruyère (in der Deutschschweiz auch Greyerzer genannt). Er ist der vielleicht prominenteste Schweizer Alpenkäse und immer ein „AOP“ (also mit geschützter Ursprungsbezeichnung). Unserer ist zusätzlich ein „Alpage“, also ein echter Almkäse, der direkt oben am Berg von Käser Fabien Kolly auf der Alp Montasson (1013 m ü. M.) hoch über der französischsprachigen Gemeinde Corbières im Greyerzbezirk ausschließlich in den kurzen Sommermonaten zwischen Mai und September hergestellt wird.
Der Käse ist erstaunlich und beglückend: Er ist noch gehaltvoller an den blumigen und kräuterigen Noten der Herkunftsweiden, bettet sie aber zusätzlich in einen Hintergrund von Sahnigkeit oder Rahmigkeit ein, die wir bei den Tal-Greyerzern gänzlich vermissen, aber auch bei den mehr oder minder verwandten Comtés und Beauforts noch nie gefunden haben. Ein wirklicher Glücksfall.
Sbrinz Alpage AOP (Slow Food Presidio*)
(Alp Chieneren, 36 Monate gereift)
Dieser preisgekrönte und Slow Food Presidio* prämierte Sbrinz kommt von Käser Andreas Gut auf der 1.400 Meter hoch gelegenen Alp Chieneren an der Grenze zwischen Ob- und Nidwalden. 30 Monate gereift und zusätzlich sechs Monate im feuchten Bergstollen affiniert. Schmeckt blumig-aromatisch nach Kamille und ist in der Textur cremig-buttrig mit vielen Salzkristallen.


L’Etivaz Alpage AOP
(Alp Les Antheines, mind. 12 Monate gereift)
Der L’Etivaz ist ein in Deutschland eher unbekannter, in der Schweiz jedoch hochgeschätzter Verwandter des westschweizerisch-waadtländischen Gruyères, ausgereift wie dieser ein hochwürziger Hartkäse, der aber die salzige Nebennote des Gruyères ins leicht Fruchtige umbiegt. Unserer stammt aus den Waadtländer Voralpen, genauer gesagt von Käser Frédéric Rosat auf der Alp Les Antheines (1430 m ü. M.).
Emmentaler Gotthelf AOP (Slow Food Presidio*)
(Käserei Hüpfenboden, mind. 14 Monate gereift)
Dieser auch „Gotthelf“ genannte echte Alm-Emmentaler von der Käserei Hüpfenboden aus dem Zentrum des Emmentals ist der einzige Emmentaler mit Slow-Food-Label. Als Almkäse ist er immer ein Sommerkäse. Produziert werden nur zwei Laibe pro Tag. Fein-mürbe Textur mit Kristallen, leicht süßlicher Geschmack nach gerösteten Cashew-Nüssen.

*„Slow Food Presidio“ ist eine Initiative der Slow Food Stiftung, die konkrete Beispiele einer traditionellen Landwirtschaft auszeichnet. Die Kriterien für die Vergabe des Siegels sind streng: „Slow Food Presidio“-Produkte müssen regional erzeugt und traditionell verarbeitet sein. Sie dienen dem Erhalt der biologischen Vielfalt, lokaler Wertschöpfungsketten und einzigartiger Kulturlandschaften. Presidio – das Wort stammt aus dem Italienischen und bedeutet „Schutzraum“. Diese Bezeichnung ist in doppelter Hinsicht treffend: Presidio-Produkte schützen traditionelle Pflanzensorten, Tierrassen und das Wissen um ihre Verarbeitung. Gleichzeitig sind sie besonders schützenswert, weil sie die kulturelle Identität ihrer Ursprungsregion – auch geschmacklich – bewahren.

Echter Schweizer Almkäse.
Le Gruyère, Emmentaler, L’Etivaz und Sbrinz
Unter Liebhabern der großen Schweizer Käse hält sich hartnäckig das Gerücht, die Schweizer behielten die besten Käse für sich und würden sie niemals ins Ausland verkaufen. Aber das Ausland (in Gestalt seiner Lebensmittelhändler) könnte mit ihnen auch gar nichts anfangen, denn sie erfüllen wie alle charaktervollen Lebensmittel die Grundanforderungen des Handels nicht, nämlich „immer verfügbar“ und „allzeit gleichschmeckend“ zu sein.
Das trifft nur auf die Produkte der großen Talmeiereien zu, die zehntausende Tonnen „Emmentaler“, „Greyerzer“, „L’Etivaz“ etc. jährlich produzieren, den weitaus größten Teil davon für den Export. Auch das ist, völlig unbestritten, ein achtbarer Käse, aus Rohmilch von Kühen gemacht, die ohne Silage, also nur mit Gras und Heu gefüttert wurden, der mehrere Monate gereift ist und den nicht selten ein AOP-Siegel schmückt.

Er ist aber nicht zu vergleichen mit den nachfolgenden echten Almkäsen, die wir aus den jeweiligen Zentren ihrer historischen Ursprungsregionen, dem Emmental, dem Greyerzbezirk, den Waadtländer Voralpen und der Zentralschweiz herbeigeschafft haben. Neben den vielen molkereitechnischen Unterschieden (Alpmeierei versus Großmeierei) liegt die wesentliche Differenz darin, dass es wirklich örtliche (also Emmentaler-, Greyerzer- etc.) Käsekulturen sind, die die Milch zum Bruche reifen lassen.
Diese sogenannten Fettsirten-Kulturen bilden sich auf der Grundlage der Molke, aber unter dem Einfluss nicht nur des örtlichen Kleinklimas, sondern auch des Grasaufwuchses der Alpweiden und der in der Meierei verbauten Holzarten. Einmal etabliert prägen sie in einer stabilen Kreislaufkultur jeden neuen Käselaib mit dem regionaltypischen Geschmack. Die großen Produzenten hingegen verwenden – zum Wohle des Gleichgeschmacks – industriell vorgefertigte Starterkulturen, die einem „Großen Käse“ vorenthalten, was ihn eigentlich erst ausmacht: Terroir oder die Landschaft als Gaumenfreude.
Aus traditionellen Almkäsereien. Eigene Säuerungskulturen.

Le Gruyère Alpage AOP
(Alp Montasson, mind. 12 Monate gereift)
Neu in unserem Angebot der großen Schweizer Käse ist der Gruyère (in der Deutschschweiz auch Greyerzer genannt). Er ist der vielleicht prominenteste Schweizer Alpenkäse und immer ein „AOP“ (also mit geschützter Ursprungsbezeichnung). Unserer ist zusätzlich ein „Alpage“, also ein echter Almkäse, der direkt oben am Berg von Käser Fabien Kolly auf der Alp Montasson (1013 m ü. M.) hoch über der französischsprachigen Gemeinde Corbières im Greyerzbezirk ausschließlich in den kurzen Sommermonaten zwischen Mai und September hergestellt wird.
Der Käse ist erstaunlich und beglückend: Er ist noch gehaltvoller an den blumigen und kräuterigen Noten der Herkunftsweiden, bettet sie aber zusätzlich in einen Hintergrund von Sahnigkeit oder Rahmigkeit ein, die wir bei den Tal-Greyerzern gänzlich vermissen, aber auch bei den mehr oder minder verwandten Comtés und Beauforts noch nie gefunden haben. Ein wirklicher Glücksfall.

Sbrinz Alpage AOP (Slow Food Presidio*)
(Alp Chieneren, 36 Monate gereift)
Dieser preisgekrönte und Slow Food Presidio* prämierte Sbrinz kommt von Käser Andreas Gut auf der 1.400 Meter hoch gelegenen Alp Chieneren an der Grenze zwischen Ob- und Nidwalden. 30 Monate gereift und zusätzlich sechs Monate im feuchten Bergstollen affiniert. Schmeckt blumig-aromatisch nach Kamille und ist in der Textur cremig-buttrig mit vielen Salzkristallen.

Emmentaler Gotthelf AOP (Slow Food Presidio*)
(Käserei Hüpfenboden, mind. 14 Monate gereift)
Dieser auch „Gotthelf“ genannte echte Alm-Emmentaler von der Käserei Hüpfenboden aus dem Zentrum des Emmentals ist der einzige Emmentaler mit Slow-Food-Label. Als Almkäse ist er immer ein Sommerkäse. Produziert werden nur zwei Laibe pro Tag. Fein-mürbe Textur mit Kristallen, leicht süßlicher Geschmack nach gerösteten Cashew-Nüssen.

L’Etivaz Alpage AOP
(Alp Les Antheines, mind. 12 Monate gereift)
Der L’Etivaz ist ein in Deutschland eher unbekannter, in der Schweiz jedoch hochgeschätzter Verwandter des westschweizerisch-waadtländischen Gruyères, ausgereift wie dieser ein hochwürziger Hartkäse, der aber die salzige Nebennote des Gruyères ins leicht Fruchtige umbiegt. Unserer stammt aus den Waadtländer Voralpen, genauer gesagt von Käser Frédéric Rosat auf der Alp Les Antheines (1430 m ü. M.).
*„Slow Food Presidio“ ist eine Initiative der Slow Food Stiftung, die konkrete Beispiele einer traditionellen Landwirtschaft auszeichnet. Die Kriterien für die Vergabe des Siegels sind streng: „Slow Food Presidio“-Produkte müssen regional erzeugt und traditionell verarbeitet sein. Sie dienen dem Erhalt der biologischen Vielfalt, lokaler Wertschöpfungsketten und einzigartiger Kulturlandschaften. Presidio – das Wort stammt aus dem Italienischen und bedeutet „Schutzraum“. Diese Bezeichnung ist in doppelter Hinsicht treffend: Presidio-Produkte schützen traditionelle Pflanzensorten, Tierrassen und das Wissen um ihre Verarbeitung. Gleichzeitig sind sie besonders schützenswert, weil sie die kulturelle Identität ihrer Ursprungsregion – auch geschmacklich – bewahren.
Passend zum Käse:
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Enkings Emsländischer Pumpernickel
2,00 €
/ 500 g
(= 4,00 € / 1 kg)
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