Alte Spargelsorte: Der Schwetzinger Meisterschuß.
Ein mehrklang an Geschmäckern.

Was Ihnen ihr örtlicher Spargelbauer als Braunschweiger, Beelitzer, Abensberger usw. Spargel verkauft , ist praktisch immer eine der vor 20 Jahren entstandenen globalen Hybridsorten, deren Namen entweder mit R beginnen oder auf -lim enden. Sie sind durch die Bank verfrühbar, reinweiß, geradwüchsig und ertragreich, aber elendig geschmacksarm: leicht süß, wässrig und banal. Erst im Vergleich bemerkt man den Verlust. Die alten deutschen Lokalsorten (Ruhm von Braunschweig, Eros, Huchels Alpha, Schwetzinger Meisterschuß) unterschieden sich zwar deutlich voneinander, beglückten aber alle mit einem Vielklang an Aromen: Es waren Bitternoten unterschiedlicher Intensität dabei, Nuß- und Mandelaromen als Zwischentöne, Obstanklänge, Butterschmelz auch ohne Butter, geschmacklicher Reichtum eben. Hier kommt eine dieser verdrängten lokalen Sorten, der berühmte Schwetzinger Meisterschuß, unverfrüht, ohne Folie gezogen und darum erst, wie sich’s gehört, im Mai erntereif und lieferbar. Sie können noch einmal hinschmecken und machen damit als Spargelkenner nach Jahren schleichender Entt äuschung eine echte Wiederentdeckung.

Das empfindliche Gemüse erfordert besondere Ansprüche an Zustellung und Frische. Jedes Paket mit Spargel wird Ihnen per Express-Versand in einer speziellen Kühlverpackung zugestellt. Die Kosten für diesen Versand sind natürlich hoch und der Kilopreis wird stark belastet.

Darum empfehlen wir Ihnen, sich als eine Art Sammelbesteller zu betätigen und in Familie und Freundeskreis Mitbesteller an Ihre Adresse zu gewinnen. Beachten Sie unseren Mengenrabatt für größere Mengen. Dieser wird direkt am Produkt angezeigt.


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Der Spargel:
Alte Sorten. Unverfrüht.

Vor einigen Jahren hat Wolfram Siebeck zu einem allgemeinen Spargel-Boykott aufgerufen, um die Hybrid- Züchter dafür zu strafen, daß sie seit etwa 2003 strikt auf Frühreife und den Rückgang der leichten, spargeltypischen Bitterkeit gezüchtet und hybridisiert haben. Und die Bauern dafür, daß sie das des höheren Ertrags wegen mitgemacht und ihre Kulturen mit den alten, im Geschmack weit überlegenen und nuancenreicheren alten Landsorten untergepflügt haben.

Was ist passiert?

Vor etwa 15 Jahren brachten die beiden einzig verbliebenen großen Erzeuger von Spargelsaatgut (die holländische Limseeds und die Süddeutsche Saatzucht) neue Sortenreihen auf den Markt. Zuchtziele waren: Folienverträglichkeit (für die damals einsetzende Verfrühung der Ernte), Schädlingsresistenz, Mineraldüngertoleranz (die alten Sorten hatten auf gut verrottetem Mist bestanden), reinweiße, sehr geradstielige Stangen von einheitlicher Stärke und eine Dämpfung der bis dahin spargeltypischen Bitternoten. Der Siegeszug dieser neuen Sorten (alle sind männliche, sterile Hybriden) war unaufhaltsam. Sie verdrängten die berühmten Alten wie 'Ruhm von Braunschweig', 'Eros', 'Frühbote', 'Mary Washington', 'Huchels Alpha' oder 'Schwetzinger Meisterschuß'‘ in einem atemberaubenden Tempo. Diese alten Sorten hatten die mineralischen Besonderheiten jeden Anbaugebietes in ihren Geschmack aufgenommen; sie hatten also noch »terroir«. Das ist weitgehend vorbei: Es werden Ihnen zwar noch Braunschweiger oder Schwetzinger Spargel verkauft, aber es sind überall die gleichen und geschmacksgleichen, neuen Sorten (wahrscheinlich 'Gijnlim', fragen Sie testweise mal Ihren Spargelbauer), die sich freilich dagegen sperren, sich in Geschmack und Wuchsform von Böden beeinflussen zu lassen. Es lohnt sich, noch einmal hinzuschmecken und sich die Unterschiede bewußt zu machen. Und wir geben Ihnen die Gelegenheit dazu.

Der Spargelbauer aus Essenheim.

Seit dem Jahre 1900 wird in unserer Familie Spargel angebaut, intensiv betrieben wurde der Anbau jedoch erst ungefähr fünfzig Jahre später. In der Gemeinde Essenheim bewirtschaftete fast jede Familie meistens als Nebenerwerb ein Spargelfeld. In den Jahren 1985-1995 gaben viele Spargelbauern das mühselige Geschäft auf.

Wir folgten nicht diesem Trend, sondern erweiterten 1986-1990 die Anbaufläche von damals 0,25 auf 3,0 ha. Außerdem gingen wir zur Selbstvermarktung über, ohne den Weg über die Genossenschaft. Dadurch können wir sicher sein, daß die frisch geerntete Ware noch am selben, spätestens am übernächsten Tag beim Kunden ist.

Unsere Spargelfelder liegen in den besten Bodenlagen der Gemeinde Essenheim, das heißt in humusreichen Lehmlößböden, wo ein besonders zarter, faserfreier und im Geschmack ganz hervorragender Spargel gedeiht.

Wir ziehen die mechanische Bodenbearbeitung der chemischen vor und die Pflanzendüngung erfolgt nach Empfehlung eines untersuchenden Bodenlabors. Durch diese Maßnahmen sind wir sicher, daß wir unseren Spargelfreunden mit schadstofffreiem Gemüse dienen können.

Wir legen größten Wert darauf, die Spargelliebhaber die wir bedienen, mit einem qualitativ hochwertigen Spargel zu verwöhnen.

Unsere treuen Spargelkunden bestärken uns immer wieder mit unserer Einstellung, nicht auf Masse sondern auf Klasse zu setzen.

Meinung unserer Kunden

„Sehr geehrte Damen und Herren, nun ist der Spargel verspeist und ich möchte Ihnen meinen Dank für diese köstliche Lieferung aussprechen. So schön „spargelig“ muss Spargel schmecken! “. Eine Kundin aus Hamburg

Der Spargel war noch wunderbar frisch und - traditionell zubereitet - geschmacklich intensiv und "spargelig"
Eine Kundin aus Augsburg

Unsere Spargelpakete:

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Schwetzinger Meisterschuß:

  • Spargel 'Schwetzinger Meisterschuß'

    Dies ist die Heimsorte der berühmtesten süddeutschen Spargelanbaugebiete in Rhein- Neckar und Rhein-Hessen (wo sie aber auch durch die Hybridsorten fast völlig verdrängt wurde). Der Schwetzinger Meisterschuß ist ganz selten geworden. Unser Spargel kommt vom Spargelhof Böll in Essenheim. Jedes Paket mit Spargel wird per Express-Versand und in einer speziellen Frischeverpackung an Sie versendet. Mehr erfahren
    16,00 €
    Inkl. 7% MwSt.

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